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Beruf oder Berufung?

Welche Rolle unsere Persönlichkeit bei der Auswahl des richtigen Berufs spielt

„Meistens wird der Charakter jedes Einzelnen durch seine Wünsche und durch seine psychische Gemütsart geformt.“ (Plato 427 – ca. 347 v. Chr.)

Wie ist das zu verstehen? Was meinte Plato als er diesen Gedanken fasste? Der Begriff Gemütsart lässt sich durch das uns geläufigere Wort Persönlichkeit ersetzen. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass in der griechischen Mythologie der Charakter des Einzelnen mit dessen Schicksal bzw. dessen Vorbestimmtheit gleichgesetzt wurde. Ergibt unsere Persönlichkeit in Zusammenschluss mit unseren individuellen Wünschen also demnach unseren zukünftigen Lebensweg? Brauchen wir nur auf unsere Persönlichkeit zu blicken, uns ganz stark zu wünschen Popstar zu werden und wir werden es?

Die Realität des antiken Griechenlands zeigte das genaue Gegenteil. Ein heranwachsender junger Mann aus einer Handwerkerfamilie wurde mit nahezu absoluter Wahrscheinlichkeit ebenfalls Handwerker. Selbst wenn er gerne Gelehrter geworden wäre und mit den großen Philosophen seiner Zeit in den Tempeln Athens über die gesellschaftliche Entwicklung seines Landes debattiert hätte. Schön und gut, das ist das alte Griechenland. Aber wie sieht es bei uns aus. Begriffe wie demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Bildungsniveau in Deutschland schlagen in der täglichen Berichterstattung hohe Wellen. Doch worin könnte das Problem liegen. Fakt ist, dass sich der Arbeitsmarkt in den letzten 50 Jahren drastisch verändert hat. Er ist unüberschaubar geworden. Längst überschwemmt ein Meer von neumodischen und spezialisierten Studiengängen die Hochschullandschaft. Der Umstieg auf die Bachelor- und Masterstudiengänge hat diesen Effekt sicherlich noch unterstützt. Der klassische Schulabgänger wird nach seiner schulischen Laufbahn ins kalte Wasser geworfen. Während die Wehr- und Zivildienstzeit vor einigen Jahren noch gut dazu diente sich mit verschiedenen Studienalternativen auseinanderzusetzen, wird heutzutage von jungen Menschen erwartet nach dem errungenen Schulabschluss sofort bestimmen zu können, welcher Studiengang denn nun begonnen werden soll. Größere Lücken im Lebenslauf, die der Suche nach der eigenen Identität dienen, werden in vielen HR-Abteilungen nicht gerne gesehen. Doch wer denkt, dass nach erfolgreicher Suche des richtigen Studiengangs, die Orientierungslosigkeit endlich ein Ende nimmt, der irrt. Das Problem spitzt sich meist dann erst richtig zu. Die fast genauso wichtige Grundsatzfrage: „Was mache ich denn nun beruflich nach meinem Studium?“schließt sich an. Zur Auswahl stehen nicht nur verschiedenste berufliche Konstellationen, sondern auch eine Vielzahl von Unternehmen, die regelrecht um junge qualifizierte Berufseinsteiger buhlen.

Der Markt an Studien- und Berufsberatungsstellen für diese Zielgruppe in Deutschland ist überschaubar und selten gewinnbringend. Oft wird lediglich über inhaltliche Aspekte des Studiums oder des Berufs informiert, welche Voraussetzungen dafür notwendig sind und welche Anwendungsbereiche sich auftun. Dabei handelt es sich ohne Zweifel um wertvolle Informationen. Diese helfen dem Schüler/Studenten aber kaum weiter, wenn es darum geht nicht nur seinen zukünftigen Beruf sondern seine Berufung zu finden.

Was müsste also passieren um orientierungslosen Schülern und Studenten eine gezielte Karriereplanung anzubieten?

An der Goethe-Universität Frankfurt a.M. machte sich ein vierköpfiges Team schon länger Gedanken zu diesem Thema und designten Matchingbox. Matchingbox ist ein intelligentes Onlineportal für junge Menschen, die auf der Suche nach dem richtigen Studiengang oder dem richtigen Beruf sind. Dabei geht das Gründerteam einen innovativen Weg und arbeitet bei der Selektion, der zum User passenden Weiterbildungs- oder Berufsmöglichkeiten, ausschließlich mit Persönlichkeitsvariablen. Ein Trend, der sich auch bei immer mehr namenhaften Unternehmen in der Personalrekrutierung abzeichnet. Schulische oder studienspezifische Ergebnisse sowie berufliche Referenzen ebnen oft den Weg, aber entscheiden selten über den Erfolg im Beruf. Dafür sind weitestgehend andere Fähigkeiten von Bedeutung, die so oft zitierten Soft Skills oder sozialen Kompetenzen. Aber die wenigsten wissen wirklich, was sich dahinter verbirgt. Dies lässt sich exemplarisch an folgendem Beispiel klarmachen: Bei der Auswahl von Studenten zur Studienzulassung im Fach Psychologie, werden oft die Noten in klassischen naturwissenschaftlichen Fächern begutachtet. Wie erfolgreich hat der Schüler in den Fächern Biologie und Mathematik abgeschnitten. Sicher nicht ganz falsch, denn der breite Studiengang bietet viele Schnittmengen zu den eben genannten Disziplinen. Doch bestimmend für den Erfolg als beispielsweise Psychotherapeut sind viel mehr soziale Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Stressbewältigung und allen voran Empathie. Jüngste Umfrageergebnisse einer großen europäischen Studie zum Thema „Welche Faktoren beeinflussen das eigene Glücksempfinden am meisten?“ beantworteten junge Schüler und Studenten mit: 5% Glaube/Spiritualität, 20% finanzieller Wohlstand, 27% Familie, 45% Anerkennung im Beruf. Dieses Ergebnis veranschaulicht welche maßgebende Rolle die Arbeitszufriedenheit spielt und, dass finanzieller Wohlstand von jungen Menschen längst nicht mehr als das wichtigste Kriterium bewertet wird.

Das Matchingboxteam, welches eng mit dem Institut für Psychologie an der Goethe-Universität zusammenarbeitet, entwickelte eigens zu diesem Zweck ein modernes Matchingverfahren. Im Kern durchläuft der User zwei Teilbereiche: einen wissenschaftlichen Persönlichkeitstest und eine Berufstypanalyse. Durch den Persönlichkeitstest erfährt der Student, welche Stärken er besitzt, welche sozialen Kompetenzen ihn auszeichnen und aus welchen bislang unentdeckten Potenzialen er noch schöpfen kann. Dies gibt dem User einen ersten Aufschluss über sein Persönlichkeitsmuster. Doch um nun passende Studienund Berufsempfehlungen ausgeben zu können, ist einiges mehr nötig. Das Matchingboxteam fand bei der Entwicklung des Tools heraus, dass nicht nur der Persönlichkeitstyp für die individuelle Karriereplanung von Bedeutung ist, sondern auch wie sehr sich der User mit bestimmten Fachbereichen oder Berufsbildern identifizieren kann. Aus diesem Grund schließt sich die Berufstypanalyse an. Interessensgebiete werden hier mit dem individuellen Persönlichkeitstyp des Users verschmolzen. Diese aufwendige Kombinatorik spiegelt das eigentliche Matchingverfahren wider.

Doch welche Informationen erhält der User denn nun, nachdem er sich erfolgreich registriert und die Testfragen auf der Matchingbox-Website beantwortet hat? Der User erhält ein auf ihn zugeschnittenes Profilergebnis, dass er jederzeit wieder abrufen und ergänzen kann. Auf einen Blick erfährt er mehr über seine/n:
1. Persönlichkeitstyp
2. Studienempfehlungen
3. Berufsempfehlungen

Darüber hinaus hat der User die Möglichkeit sich gezielt über Studienstandorte, Hochschularten und Berufsbeschreibungen zu informieren. Selbst der Einstieg in den passenden Beruf ist über Matchingbox möglich. Hierzu bietet das Online-Portal Studenten und Berufseinsteigern die Möglichkeit Unternehmen zu kontaktieren, die nicht nur auf der Suche nach Personal sind, sondern sich zum Ziel setzen Nachwuchsförderung durch die Weiterentwicklung von Persönlichkeitsstärken und sozialen Kompetenzen zu betreiben. Matchingbox unterstützt auf Basis von wissenschaftlichen Testverfahren Unternehmen nicht nur bei der Selektion von qualifizierten Berufseinsteigern, sondern sorgt für einen transparenten Personalvermittlungsprozess, der den kritischen Faktor „time to hire“ auf ein Minimum zurückschraubt. Besondere Bedeutung erfährt bei dem Verfahren das große soziale Netzwerk Facebook. Matchingbox verfügt über eine eigene Anwendungsoberfläche auf Facebook und holt Schüler und Studenten dort ab, wo sie sich befinden - im Social Web. Das sich in Deutschland noch in den Kinderschuhen befindliche E-Recruiting, also die Personalvermittlung über Social-Media-Kanäle sorgt nicht nur für eine erleichterte Erreichbarkeit sondern auch für ungeahnte Reichweiten bei der Suche nach geeigneten Bewerbern. Wie der Personaldienstleister Kelly-Services durch eine Umfrage herausfand, fahndet jeder Vierte auf Social-Media-Seiten nach freien Stellen. Dazu kommt, dass etwa ein Drittel der hundert größten europäischen Unternehmen einen Webauftritt auf Facebook besitzt. Matchingbox schlägt genau in diese Kerbe und versteht sich als Verbindungsstück dieser beiden Welten.

Lässt sich die eingangs gestellte Frage nun beantworten? Ist unsere Persönlichkeit gepaart mit unseren individuellen Berufswünschen ausschlaggebend für den Erfolg im Beruf? Sicherlich sind berufliche Referenzen und akademische Leistungen bei der Auswahl von potenziellen Bewerbern nicht wegzudenken, dennoch verdeutlichen wissenschaftliche Forschungsergebnisse eines ganz deutlich. Arbeitszufriedenheit, Motivation am Arbeitsplatz, selbst krankheitsbedingte Ausfälle sind abhängig davon wie sehr der ausgeführte Beruf zur eigenen Persönlichkeit passt. Diese Erkenntnis verkörpert Matchingbox und beginnt damit ganz bewusst mit den Mitarbeitern von morgen.

Wollen Sie mehr über Ihre Stärken und Talente erfahren?
Besuchen Sie: www.matchingbox.de und lassen Sie Ihre Persönlichkeit für sich sprechen.

Karriereplaner - Ausgabe: WS 2011/2012