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Akeem Vargas – Student und Profisportler

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Akeem Vargas, ich bin 29 Jahre alt und derzeit Shooting Guard bei dem Basketball Bundesligisten FRAPORT SKYLINERS.

Im Frühjahr 2015 entschloss ich mich, neben meiner beruflichen Laufbahn als Profibasketballer, damals noch bei Alba Berlin, einen weiteren Karriereweg parallel zu beschreiten und ein Studium anzufangen.

Auf Grund dessen, dass ich mich selbst weniger als Fernstudium Typ gesehen habe, entschloss ich mich im Zuge einer Studienberatung für ein Vollzeitstudium an der University of Europe (damals noch BiTS).

Die University of Europe wurde kurze Zeit vorher Kooperationspartner von Alba Berlin um eben genau diese Brücke zu spannen, dass es Profisportlern möglich gemacht werden sollte, ihre akademische Laufbahn ebenfalls zu verfolgen.

Ich hatte großes Glück, mit Prof. Stefan Chatrath einen sportbegeisterten Studiengangsleiter zu haben, der nicht nur über großes akademisches Know-how verfügt, sondern eben auch eine enorm hohe Sozialkompetenz an den Tag legt und daher immer ein hervorragendes Gespür für mich als Person und Sportler hatte. Wir standen auf Grund unseres eng getakteten Trainings und Spielplans immer in regem Austausch.

Wir spielten unter der Woche im Eurocup (internationalen Wettbewerb) und daher verpasste ich meistens 2-3 Tage unter der Woche - hierbei muss ich ehrlich sagen, dass es ohne die Mithilfe meiner Kommilitonen und der Uni nicht möglich gewesen wäre, den verpassten Stoff aufzuarbeiten. Alle Vorlesungen, Projekte o.Ä. musste ich in meiner Freizeit nacharbeiten, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Das Grundstudium, also die ersten drei Semester, war extrem stressig für mich. Da ich mein Studium im Sommersemester begann, fiel meine erste Klausurenphase auf den Januar.

Hierbei ist wichtig zu erwähnen, dass im Januar ebenfalls die zweite Runde des internationalen Wettbewerbs beginnt und wir somit noch einmal verstärkt auf Reisen quer durch Europa waren. Oftmals fiel einer meiner Klausurtage auf einen Spiel- bzw. Reisetag und da kommt die oben angesprochene Komponente ins Spiel, dass mein Studiengangsleiter und die Uni sich vorbildlich für mich einsetzten und lösungsorientiert handelten. Hierbei wurde bspw. eine neue Klausur vom jeweiligen Dozenten eigens für mich erstellt oder aber man änderte die Prüfungsform, damit es mir möglich war, alle Prüfungsleistungen im gleichen Zeitraum wie meine Kommilitonen abzulegen.

Um euch einen kleinen Einblick in zwei meiner sieben Wochentage zu geben: ein gewöhnlicher Montag fing für mich mit der ersten Vorlesung von 8:00- 9:30 Uhr an, daraufhin machte ich mich schnellstmöglich auf den Weg zur Halle. Die erste Trainingseinheit ging von 10:00-12:00 Uhr. Im Anschluss ging ich Mittagessen und hatte Freizeit bis es von 14:00-17:15 Uhr wieder in die Uni ging, um an den nächsten Vorlesungen teilzunehmen. Ab 18:00-20:30 Uhr war ich dann wieder in der Halle anzutreffen für die zweite Trainingseinheit des Tages. Danach standen nur noch zwei weitere Punkte auf meiner Agenda: Essen und Schlafen.

Für Dienstag gab es zwei unterschiedliche Szenarien. Für den Fall eines Heimspiels am Mittwochabend im internationalen Wettbewerb sah mein Dienstag wie folgt aus: Uni von 08:00- 17:15 Uhr und ab 18:00-20:30 Uhr Training.

Für den Fall, dass wir am Mittwoch auswärts im internationalen Wettbewerb gespielt haben, war es mir meistens nicht möglich, die Uni zu besuchen.

Wir flogen mit der Mannschaft in die jeweilige europäische Stadt und ich hatte meine Skripte dabei, in denen ich mich dann selbständig austoben durfte zwischen den Trainings, um den Anschluss an den Rest meines Semesters nicht zu verlieren.

Das Pensum meines Studiums passte sich mit den letzten drei Semestern und dem Vertiefungsstudium an. Hier war es möglich, meine Module etwas freier zu legen und das allgemeine Pensum meines Wochenplans herunterzufahren.

Abschließend und vor allem rückblickend bleibt zu sagen, dass die Bachelorthesis mit 1,0 die Kirsche auf der Sahnetorte war.

Ich bin sehr stolz auf meine Leistung, ein Vollzeitstudium in Regelstudienzeit geschafft zu haben und das parallel zu meiner Profikarriere bei dem wohl renommiertesten Verein im deutschen Basketball, Alba Berlin.

Es freut mich überaus zu sehen, dass meinem Weg in den letzten Jahren mehr und mehr Profibasketballer folgen und ich eine Inspiration sein konnte.

Mit viel Commitment, Leidenschaft und dem richtigen Zeitmanagement ist es auch als Profisportler möglich, ein Studium parallel zur Karriere erfolgreich zu absolvieren.

Mit sportlichen Grüßen
Akeem Vargas

Karriereplaner - Ausgabe: WS 2019/2020