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Vom Einstieg bis zur Festanstellung bei der Boston Consulting Group

Interview mit dem Unternehmensberater Johannes Theissen und Recruiting Coordinator Nora Melzner

Johannes Theissen hat Wirtschafts­wissenschaften an der Universität Frankfurt studiert (Jahrgang Abschluss 2013) und ist ehemaliges Dean‘s List Mitglied. Bevor er in 2015 als Asscociate im Düsseldorfer BCG-Office eingestiegen ist, hat er bereits ein Praktikum bei BCG absolviert.

Nora Melzner hat Betriebswirtschaft, Psychologie und Philologie an der LMU München studiert und betreut als Recrui­ting Coordinator den Einstieg und das Hochschulmarketing für Studierende der Wirtschaftswissenschaften aus ganz Deutschland.

Herr Theissen, Stellen Sie Ihren Beruf kurz vor – wie sieht Ihr Berufsalltag aus? (Typische Tätigkeiten etc.)
Es ist schwer, von einem Berufsalltag zu sprechen, weil die Unterschiede von Woche zu Woche zu groß sind. Typisch vom Ablauf ist allerdings der Rhythmus: Montag morgens Anreise zum Kunden und vor Ort die Projektarbeit bis zur Heimreise am Donnerstag. Der Freitag wird dann im sog. „Home Office“ verbracht, sprich in der Stadt, in der man auch angestellt ist. Typisch ist auch die Art der Arbeit: Wir arbeiten im Team zusammen mit erfahrenen Beratern und Partnern. Gerade am Anfang hilft das sehr, weil man sich eine Menge von den Beratern mit mehr Erfahrung abgucken kann und die auch gerne weiterhelfen.

Warum haben Sie sich nach Ihrem Studium für die Strategieberatung entschieden und was war ausschlaggebend für die Wahl der BCG?
Gerade der Punkt der Abwechslung war für mich wichtig in der Entscheidung: Dass ich nicht jeden Tag das Gleiche mache. Bei BCG habe ich die Chance, mir verschiedene Branchen anzuschauen! Ich musste mich also nicht direkt nach dem Studium festlegen, sondern kann jetzt erst mal schauen, welcher Industriezweig mich am meisten interessiert. Zusätzlich bietet die Projektarbeit auch viel mehr Abwechslung, weil man an Fragestellungen außerhalb des täglichen Geschäfts arbeitet und dabei viel in Kontakt mit einer Ebene von Managern steht, mit der man normalerweise nicht sofort nach Studienabschluss in Berührung kommt.

Frau Melzner, auf welche Punkte legen Sie bei einer Bewerbung besonderes Augenmerk?
Wichtige Säulen in der Bewerbung als Berater sind für uns exzellente akademische Leistungen, sowie Auslands- und Praxiserfahrung. Dabei passen wir unsere Kriterien aber natürlich an die jeweiligen fachlichen Hintergründe der Bewerberinnen und Bewerber an. So erwarten wir beispielsweise bei Kandidaten mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund andere praktische Erfahrungen als von einem Physiker. Ein weiterer wichtiger Punkt im Erstkontakt liegt bei uns auch im Anschreiben. Neben einer korrekten Form interessiert uns wirklich, weshalb Sie sich für die BCG interessieren, z.B. im Vergleich zu anderen Beratungen.

Führt BCG eine „Blacklist“? Kann man sich auch nach einer nicht erfolgreichen Bewerbung erneut bewerben?
Nein, BCG führt keine Blacklist. Im Grunde geben wir auch nach nicht erfolgreichen Interviews jedem Kandidaten eine zweite Chance. Wichtig ist hierfür allerdings, dass zwischen den Zeitpunkten Ihrer Bewerbung ein Zeitraum von mehreren Monaten liegt, in dem Sie sich weiter entwickelt haben.

Herr Theissen, Was war Ihr bisher bestes Erlebnis bei BCG?
Hierzu kann ich wirklich Vieles auflisten! Sei es ein Erfolg mit einem meiner Module auf einem Case oder die immer gute Stimmung und enge Zusammenhalt zwischen den Kollegen auf dem Training und auf den verschiedenen Cases.

Frau Melzner, welche Möglichkeiten habe ich, um BCG als Student kennenzulernen und herauszufinden, ob dieses Unternehmen für mich interessant ist?
Grundsätzlich gibt es immer die Möglichkeit, uns auf einem unserer Events kennenzulernen. Dafür bieten wir kleinere Workshops, unsere Office Fridays (als „Tage der offenen Tür“) oder große mehrtägige Events, bei denen auch ein zentrales Thema im Mittelpunkt steht. Alle unsere Events finden sich immer aktuell unter: http://karriere.bcg.de/bewerben/events

Gibt es Zusatzqualifikationen, die man sich schon während des Studiums aneignen könnte, die für diesen Beruf essentiell sind?
Ich rate unseren Bewerberinnen und Bewerbern immer, authentisch und „bei sich“ zu bleiben. Natürlich gibt es Basics wie z.B. flüssiges Kopfrechnen, oder ein Präsentationstraining, um souverän aufzutreten, die Sie sich aneignen können. Aber in unserem Interviewprozess liegt unser Fokus auf dem Kandidaten als Gesamtperson, seinen Stärken und Schwächen und der Grundfrage, die es zu beantworten gilt: Passen Sie zu BCG und passen wir als BCG zu Ihnen?

Eine abschließende Frage an Sie beide: Was unterscheidet BCG von anderen Beratungen?
Johannes Theissen: Kurze Antwort: Die Leute, die hier arbeiten.
Nora Melzner: Zu 100% dieselbe Antwort wie Johannes – die Kollegen.

Karriereplaner - Ausgabe: SS 2016