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Karrieremöglichkeiten in der Konsumgüterindustrie


Was haben Sie studiert und warum?
BWL. Im Bachelor-Studium mit generalistischer Ausrichtung und im Master-Studium mit Fokus auf Marketing und Sales. Bei der Wahl meines Studiums und den Schwerpunkten habe ich mich hauptsächlich von meinen persönlichen Interessen leiten lassen.

Wo haben Sie studiert und wann haben Sie Ihren Abschluss gemacht?
Ich habe an der WHU in Vallendar studiert, mit Auslandssemestern in Singapur und den USA. Meinen Bachelor habe ich in 2011 abgeschlossen und den Master im Anschluss in 2013.

Wie kamen Sie zu Procter & Gamble?
Im Rahmen meines Studiums habe ich jedes Jahr ein Praktikum absolviert. Dabei habe ich oft auf die Erfahrungen meiner Kommilitonen zurückgegriffen. Nachdem ich viele spannende Berichte über P&G gehört habe, wollte ich die Firma selbst kennen lernen. 2012 habe ich dann ein Praktikum im Vertriebsbereich bei P&G absolviert. Das hat mir so gut gefallen, dass ich regelmäßig mit P&G in Kontakt blieb und letztendlich 2014 fest eingestiegen bin.

Wie verlief Ihr Berufseinstieg?
Der Einstieg hätte kaum besser laufen können. P&G hat mich bei der Wohnungssuche und dem Umzug voll unterstützt. Von Tag eins an erhielt ich ein intensives Training. In einem so genannten „On-Boarding“ habe ich die Strukturen und Aufgaben der multi- funktionalen Teams kennen gelernt, Fachwissen über die Produkte aufgebaut und wurde auf die kommenden Aufgaben vorbereitet. Schon während dieser Trainingsphase wurde mir volle Verantwortung für verschiedene Projekte übertragen. Nach nur 2 Monaten habe ich dann den Job eines Kollegen übernommen. Durch das „Training-on-the- Job“ Prinzip beschränkt sich die Lernphase allerdings nicht nur auf den Berufseinstieg. Ich erhalte auch weiterhin regelmäßig allgemeine und funktionale Trainings. Zusätzlich habe ich einen Mentor, der mich sowohl in meiner persönlichen als auch in meiner Karriereentwicklung unterstützt.

Welche Aufgaben haben Sie heute?
Als Key Account Manager betreue ich einen der größten Kunden Deutschlands in den Kategorien Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln. „Kunde“ ist in diesem Fall ein Handelsunternehmen und nicht der Konsument.

Können Sie Ihre Arbeit an einem Beispiel konkretisieren?
Meine Aufgabe ist es, das Geschäft des Kunden so zu entwickeln, dass Konsumenten, Kunde und P&G davon profitieren. D.h. ich muss nicht nur die Konsumentenbedürfnisse kennen, sondern auch die Strategien und Ziele des Kunden genau verstehen. Auf dieser Basis entwickle und verhandle ich Angebote für die Kategorien, die ich betreue.

Um welche Produkte dreht sich Ihre Arbeit vornehmlich?
Zu den Kategorien Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln gehören bei P&G Marken wie Ariel, Lenor, Meister Proper, Febreze und Swiffer.

Was sagen Sie, welche Folgen hat es für Ihre tägliche Arbeit, dass P&G eben mit Konsumgütern und FMCG sein Geld verdient und nicht mit Maschinen oder dergleichen?
Das Geschäft mit Konsumgütern ist besonders schnelllebig. In meiner täglichen Arbeit muss ich deshalb innerhalb kürzester Zeit auf Marktgegebenheiten reagieren. Gleichermaßen muss ich selbst versuchen mit meinen Ideen und Plänen möglichst schnell zu sein. Trotz diesem Drucks muss die Qualität der Arbeit stimmen, was in meinen Augen die besondere Herausforderung der FMCG Branche darstellt.

Stellt das Geschäftsfeld von P&G besondere Anforderungen an die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter?
Was müssen Sie auf jeden Fall können? Egal ob im Marketing, Sales oder Finance, zwei Kernkompetenzen sind enorm wichtig bei P&G. Zum einen analytische Fähigkeiten, denn Entscheidungen werden am besten auf Basis von Fakten getroffen. Zum anderen eine Offenheit für Neues. In schnelllebigen Branchen ist es besonders wichtig Initiative zu zeigen und Innovationen in der täglichen Arbeit zu suchen und voran zu treiben. Da P&G ein globales Unternehmen ist und großen Wert auf Diversity legt, sind internationale Erfahrungen durch Studium oder Praktika ebenso ein wichtiger Faktor, um erfolgreich zu sein.

Welche Tipps würden Sie Studierenden geben, die eine Laufbahn in der FMCG-Branche einschlagen möchten?
Ich kann jedem, der sich für FMCG interessiert, nur empfehlen, möglichst viele Firmen der Branche kennen zu lernen. Praktika sind dafür natürlich ideal, aber auch Gespräche mit Mitarbeitern sind immer spannend und hilfreich. Letztendlich ist es nicht wichtig, ob die Firma Make-Up, Rasierer oder anderes herstellt. Entscheidend sind die Kultur und die Menschen mit denen man zusammen arbeitet.

Der Autor
Ralf Dreischärf, 26
Key Account Manager

Karriereplaner - Ausgabe: WS 2015/2016