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Vom Rhein an den Main –

Ein Wechsel mit Perspektive

Oliver C. Nobel, MBA (Wales), Assoziierter Partner bei GÖRG Partnerschaft von Rechtsanwälten in Frankfurt

Herr Nobel, wie sind Sie zu GÖRG gekommen?
Nachdem – durch ein Praktikum in einem Beratungsunternehmen – mein Interesse für den Bereich Restrukturierung geweckt war, habe ich mich in den Semesterferien zwischen dem zweiten und dritten Semester für ein Praktikum im Restrukturierungsbereich bei GÖRG entschieden. Während dieses Praktikums am Kölner Standort hatte ich die Möglichkeit mehrere Bereiche kennenzulernen und mit verschiedenen Kollegen zusammenzuarbeiten. Schließlich konnte ich auch Herrn Jauch, der Partner mit dem ich bis heute zusammenarbeite, bei einem laufenden Insolvenzverfahren unterstützen. Am Ende des Praktikums bekam ich von ihm das Angebot, weiterhin als wissenschaftlicher Mitarbeiter für GÖRG tätig zu sein. Dieses konnte ich jedoch erst annehmen, nachdem ich ein Semester später von der Universität Bayreuth, wo ich mein Jurastudium begonnen habe, an die Universität Bonn gewechselt war. Als ich am 01.03.2004 während meines Umzuges inmitten der halbausgepackten Umzugskartons stand, rief mich Herr Jauch an und fragte, ob ich ihn kurzfristig bei einem neuen Insolvenzverfahren unterstützen könnte. Ich bejahte dies, musste aber dazu sagen, dass ich die Kiste mit den Krawatten aktuell noch nicht gefunden habe. Darauf erwiderte Herr Jauch schlicht: „Dann ziehe ich meine Krawatte einfach aus und wir sehen beide wieder gleich aus.“ Der Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Referendar folgte der Einstieg als Associate.

Welche Entwicklungschancen bieten sich bei GÖRG?
Wichtig ist, dass man Eigeninitiative zeigt, dann ist bei GÖRG sehr viel möglich. Für Ideen gibt es immer ein offenes Ohr und man bekommt die Möglichkeit eigene Lösungen einzubringen. Als Teil eines Teams und unter Anleitung eines erfahrenen Partners hat man die Möglichkeit, frühzeitig Verantwortung in den Mandaten zu übernehmen. Man lernt am lebendigen Fall, hat aber auch die Gelegenheit und Zeit sich in rechtliche Fragestellungen zu vertiefen. Auch beim Thema Weiterbildung ist Eigeninitiative gefragt, denn die Förderung und Unterstützung bei der Weiterbildung richtet sich nach der jeweiligen Person und den individuellen Bedürfnissen. Je nach Interesse und Bedarf können, nach Absprache mit dem verantwortlichen Partner, Seminare und Fortbildungen besucht werden, die einen in seinem Fortkommen fördern. Auch Weiterbildungen wie z. B. zum Fachanwalt oder Steuerberater sowie eine Promotion werden von GÖRG unterstützt. Was den Karriereweg angeht, so besteht die Möglichkeit nach vier Jahren zum Assoziierten Partner ernannt zu werden. Sofern sich die Zusammenarbeit danach weiterhin positiv entwickelt, erfolgt nach weiteren zwei bis vier Jahren die Aufnahme als Partner. In einzelnen Fällen kann auch eine langfristige Zusammenarbeit im Angestelltenverhältnis entstehen. In diesem Fall erfolgt eine Ernennung zum Counsel.

Sie waren bis vor kurzem am Kölner GÖRG Standort ansässig. Was war der Grund für den Wechsel nach Frankfurt?
Die Mandate dort bestehen schon länger und nehmen weiterhin zu. Bereits in den letzten zwei Jahren bin ich viel gependelt und war meist ein bis zwei Tage pro Woche in Frankfurt. Um jedoch den Ausbau des Standorts Frankfurt insgesamt und des Fachbereichs Insolvenz und Restrukturierung im Speziellen stärker voranzutreiben, habe ich von GÖRG das Angebot erhalten, komplett in das Frankfurter Büro zu wechseln. Diese Chance habe ich gerne ergriffen. In Frankfurt herrscht, wie auch an den anderen Standorten, eine sehr angenehme und offene Arbeitsatmosphäre. Solch ein Standortwechsel fördert zudem die standortübergreifende Zusammenarbeit und ist bei GÖRG nicht ungewöhnlich. Wir haben einige Kollegen, die für einige Monate an einem anderen GÖRG Standort arbeiten und somit die Vernetzung der Standorte verstärken.

Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit in den Bereichen Restrukturierung und Immobilienwirtschaftsrecht?
Eine gewisse Affinität zu Immobilien hatte ich schon vor meinem Eintritt bei GÖRG, da ich mich bereits während des Studiums mit der Verwaltung von Immobilien beschäftigt habe. Durch die Anfrage einer amerikanischen Investmentbank zur Restrukturierung der in Deutschland gelegenen Immobilienportfolios hat sich bei GÖRG die Möglichkeit der Kombination der Bereiche Restrukturierung und Immobilien ergeben. Bei meiner Arbeit motiviert mich besonders die Kombination aus kaufmännischen und operativen Aufgabenstellungen vor einem rechtlichen Hintergrund. Gerade dieser Bereich und das Arbeiten „an der Front“ bieten jeden Tag die Möglichkeit, gestaltend auf die Projekte einzuwirken.

Mit dem Ausbau dieser Bereiche in Frankfurt sowie der Erweiterung um den Standort Hamburg besteht sicher weiterer Personalbedarf, oder?
Ja, genau. Wir suchen stets Rechtsanwälte mit Interesse an einer eigenverantwortlichen Tätigkeit, denen unternehmerisches Denken nicht fremd ist und die Prädikatsexamina vorweisen, vorzugsweise – aber nicht zwingend – promoviert sind und über sehr gute Englischkenntnisse verfügen. Für den Bereich Restrukturierung sind zudem kaufmännische Kenntnisse, die bspw. durch ein Zusatzstudium erworben wurden, von Vorteil. Wir bieten zudem auch Referendaren die Möglichkeit eine Ihrer Stationen des Referendariats bei GÖRG zu absolvieren oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter frühzeitig Erfahrungen zu sammeln. Bei mir, wie auch bei vielen anderen meiner Kolleginnen und Kollegen, hat sich dieser frühe Kontakt gelohnt und den Einstieg als „fertiger Rechtsanwalt“ sehr erleichtert.

Was zeichnet GÖRG besonders aus? Warum sollte man sich für den Berufseinstieg bei GÖRG entscheiden?
Ich habe das Arbeitsklima bei GÖRG immer als sehr positiv und motivierend empfunden. Es herrscht eine sehr offene Atmosphäre, wo jeder jeden etwas fragen kann und Unterstützung erhält. Durch die Größe der Sozietät und den kanzleieigenen Qualitätsanspruch, bieten sich laufend spannende und umfängliche Mandate. Wie schon zuvor beschrieben, bekommt man dabei schon als Berufseinsteiger frühzeitig Kontakt zu den Mandanten, kann sich dadurch schnell weiterentwickeln und erhält die Gelegenheit eigene Mandatsbeziehungen aufzubauen. So bietet sich auch eine realistische Chance in absehbarer Zeit Partner zu werden. Durch die Möglichkeit der flexiblen Zeiteinteilung, steht GÖRG Anwälten mit verschiedenen Lebensmodellen offen.

Wie sollte ein interessierter Bewerber am besten vorgehen?
Aktuell zu besetzende Stellen sind auf unserer Webseite www.goerg.de ausgeschrieben und die Bewerber können sich über unser Online-Bewerbungstool oder per E-Mail an karriere@goerg.de. bewerben. Selbst wenn für das Wunschgebiet gerade keine Stelle ausgeschrieben ist, freuen wir uns über Initiativbewerbungen. Interessierte Bewerber sind natürlich auch herzlich eingeladen uns an unserem Messestand auf der Karrieremesse „JURAcon“ am 14. Mai 2013 im Forum der Messe Frankfurt zu besuchen und sich „live“ zu informieren und uns kennen zu lernen.

Karriereplaner - Ausgabe: SS 2013