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Vom Referendar zum Rechtanwalt? Diesen Weg ist David Becker bei Hogan Lovells gegangen.

Seit Januar 2016 ist David Becker bei Hogan Lovells in Frankfurt am Main als Associate im Bereich Infrastructure, Energy, Resources and Projects tätig. Sein Kontakt zur Kanzlei geht aber auf das Jahr 2012 zurück, als er nach dem Ersten Staatsexamen als Referendar bei Hogan Lovells eingestiegen ist.

Wie sieht Ihr Weg zu und bei Hogan Lovells aus?
2012 habe ich als Referendar bei Hogan Lovells am Frankfurter Standort angefangen und wurde 2013 nach Abschluss meines Zweiten Staatsexamens wissenschaftlicher Mitarbeiter. Auch während meines einjährigen LL.M.-Studiums in London befand ich mich weiterhin in einem Anstellungsverhältnis mit der Kanzlei, weil Hogan Lovells dieses Studium unterstützte. Nach meinem Auslandsaufenthalt ging es nahtlos als wissenschaftlicher Mitarbeiter weiter. Seit Januar 2016 bin ich nun Associate im Team IERP - Infrastructure, Energy, Resources and Projects.

Wie hat Hogan Lovells es geschafft, Sie zu überzeugen?
Ich habe mich im Rahmen des Referendariats nach einer Großkanzlei umgeschaut, weil ich – wie auch viele meiner Freunde – erfahren wollte, wie es ist, in einer solchen Sozietät zu arbeiten. Beworben habe ich mich bei verschiedenen Kanzleien, nach dem Vorstellungsgespräch bei Hogan Lovells war ich allerdings sofort begeistert und habe mich unmittelbar danach entschieden, hier als Referendar anzufangen. Die Atmosphäre im Vorstellungsgespräch war unglaublich entspannt, was ich von anderen Großkanzleien nicht unbedingt behaupten konnte. Dort war es eher so, wie man es sich klischeehaft oft vorstellt, ein bisschen steif und spießig. Bei Hogan Lovells hingegen war es einerseits sehr locker, andererseits aber auch sehr professionell.

Was war Ihr bisher größtes Highlight als Associate bei Hogan Lovells?
Mein wohl größtes Karrierehighlight liegt noch gar nicht so lange zurück. In meiner ersten Woche als Associate war ich für eine Transaktion zuständig, weil der verantwortliche Partner abwesend war und mich deshalb gebeten hatte, mich darum zu kümmern. Das bedeutete zum einen sehr viel Druck und Verantwortung, zum anderen aber auch ein ganz besonderes Gefühl des Engagements – und war eine spannende Herausforderung für mich. Gerade wenn man schon etwas länger bei einem Arbeitgeber beschäftigt ist, ist es natürlich wichtig, zu merken, dass sich das Aufgabenspektrum über die Zeit etwas verändert und man selbst sich auch entsprechend weiterentwickelt. Ich bin also jetzt nicht nur auf dem Papier vom wissenschaftlichen Mitarbeiter zum Anwalt geworden, sondern werde auch in der Praxis ganz anders wahrgenommen. Mir wurde sehr schnell sehr viel zugetraut – und als Associate so früh so viel entscheiden zu dürfen, war für mich eine unglaubliche Bestätigung.

Gab es auch vor dem Berufseinstieg schon Highlights, an die Sie sich gerne zurückerinnern?
Auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter gab es einige Karrierehighlights. Zu nennen wäre auf jeden Fall, dass ich schon sehr früh an Mandanten herangeführt wurde. Ich habe sie angerufen und war ihr Ansprechpartner. Zusammen mit meinem Partner habe ich Transaktionen betreut – und dabei nicht nur zugearbeitet und Rechercheaufträge durchgeführt, sondern wirklich wie ein richtiger Anwalt mitgearbeitet. Das hat meine wissenschaftliche Mitarbeit für mich sehr interessant und lehrreich gestaltet, und ich konnte mir direkt vorstellen, wie es wohl wäre, tatsächlich als Anwalt bei Hogan Lovells zu arbeiten. Das war ganz außergewöhnlich.

Haben Sie einen Tipp, den Sie Bewerbern mit auf den Weg geben können?
Ich denke, der allerwichtigste Tipp, den ich geben kann, ist, authentisch zu sein und sich genauso zu geben, wie man wirklich ist. Wir suchen keine Jura-Roboter, sondern ganz normale Menschen, ganz normale Juristen. Letztendlich kommt es auch gar nicht darauf an, dass man sich in irgendeine Kategorie einordnet. Hier kann jeder genauso sein, wie er sein möchte. Die Menschen sind eben sehr unterschiedlich. Das macht auch den Arbeitsalltag mit Kollegen innerhalb eines Teams aus.

Karriereplaner - Ausgabe: SS 2016