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Deloitte: GenAI Upskilling

Lea ist GenAI Upskilling Lead bei Deloitte und leitet ein Team, das Mitarbeitende im Umgang mit generativer KI befähigt. Ihr Ziel: KI-Tools in den Arbeitsalltag integrieren, Prozesse beschleunigen und Innovation fördern.

Welche Rolle spielt Generative KI bei Deloitte und wie beeinflusst sie die Arbeit des Unternehmens?
Generative KI ist für Deloitte ein entscheidendes Medium, um unsere Arbeitsprozesse effizienter und qualitativ hochwertiger zu gestalten. Wichtig ist uns dabei, dass alle Mitarbeitenden in der Lage sind, diese Technologie sicher und effektiv zu nutzen. Dafür haben wir interne Tools entwickelt, die gewährleisten, dass wir mit unseren Daten korrekt und sicher umgehen. Generative KI ermöglicht uns, schneller und innovativer zu arbeiten und gleichzeitig die Qualität unserer Ergebnisse zu steigern.

Du arbeitest im AI Office bei Deloitte mit dem Schwerpunkt GenAI Upskilling. Was genau ist das AI Office und welche Bedeutung hat das Thema Upskilling für die Mitarbeitenden?
Das AI Office wurde vor ca. drei Jahren gegründet, weil wir erkannt haben, dass KI ein crossfunktionales Thema ist, das alle Bereiche betrifft. Es treibt die Adaption und Business-Transformation voran. Mein Team ist für das Upskilling verantwortlich – also dafür, unsere Mitarbeitenden zu befähigen, KI-Tools in ihren Alltag zu integrieren und Innovationen zu schaffen. Wir möchten sicherstellen, dass alle Kolleg:innen die Möglichkeit haben, sich mit Generativer KI vertraut zu machen und sie effektiv einzusetzen.

Müssen alle Mitarbeitenden dieselben Fähigkeiten erlernen, oder gibt es hier Unterschiede?
Unsere Angebote sind sehr strategisch ausgerichtet und auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten. Mitarbeitende, die KI im Alltag nutzen, erhalten praxisnahe Trainings, während Führungskräfte geschult werden, ihre Teams durch die Transformation zu begleiten. Für Partner und Direktoren geht es zusätzlich darum, bestehende Serviceangebote KI-fit zu machen und neue zu entwickeln. Wir bieten Hackathons, Trainings und sogar eine große AI Challenge an, um die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten zu zeigen und die Transformation voranzutreiben.

Welche spezifischen AI-Learning-Angebote bietet ihr an?
Unsere KI-Reise beginnt mit einem E-Learning, dem „KI-Führerschein“, der grundlegende Rahmenbedingungen vermittelt. Darauf aufbauend lernen die Kolleg:innen, Prompts zu schreiben, Use Cases zu identifizieren und Prozesse neu zu denken. Alle Trainings sind praxisnah und auf die jeweiligen Geschäftsbereiche abgestimmt, sodass die Kolleg:innen direkt in den Austausch kommen und konkrete Beispiele bearbeiten können.
Jetzt haben wir viel über das Upskilling für unsere Haus-internen Tools gesprochen. Uns als Deloitte zeichnet aber auch die enge Zusammenarbeit mit unseren Alliance Partnern, wie Google Cloud, NVIDIA, AWS und vielen anderen aus. Kolleg:innen, die tiefer in die Technologie einsteigen möchten, haben die Möglichkeit sich zertifizieren zu lassen. Das ist eine tolle Möglichkeit, die eigene Karriere voranzubringen und im Anschluss warten spannende Projekte auf die Kolleg:innen.

Wie geht ihr mit Berührungsängsten oder Unsicherheiten im Umgang mit KI um?
Wir setzen auf niederschwellige Formate wie den „Prompting Shot“, ein 15-minütiges Lernangebot, das eine Methode und einen Anwendungsfall vermittelt. Außerdem fördern wir den Austausch über einen Teams-Channel, sodass Kolleg:innen Use Cases und Prompts teilen können. Wichtig ist uns, dass die Mitarbeitenden verstehen, dass KI ein unterstützendes Werkzeug ist – und dass der Mensch weiterhin eine zentrale Rolle spielt, um Outputs zu überprüfen und Strategien zu entwickeln.

Abschließend: Welche drei Dinge würdest du jemandem empfehlen, der gerade beginnt, sich mit KI ­auseinanderzusetzen, um den Einstieg zu erleichtern?
Erstens: Ändere dein Mindset! Generative KI ist keine Suchmaschine, sondern ein persönlicher Assistent, der dabei unterstützt, alltägliche Aufgaben effizienter und innovativer zu gestalten. Zweitens: Lerne die Kunst des Promptings. Es gibt Techniken, die zu besseren Ergebnissen führen, und diese sollte man üben. Drittens: Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren! Der Umgang mit KI ist wie das Erlernen einer neuen Sprache – je mehr man übt, desto besser wird man.

Karriereplaner - Ausgabe: 2026/2027