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Jan Philipp Mohr, Rechtsanwalt bei der internationalen Großkanzlei Gleiss Lutz

Vom Referendar zum Anwalt bei Gleiss Lutz

Herr Mohr, Sie sind seit einem halben Jahr Rechtsanwalt bei Gleiss Lutz im Bereich Corporate/M&A. Wie sind Sie zu Gleiss Lutz gekommen?
Ich habe nach meinem Ersten Staatsexamen einige Anwälte von Gleiss Lutz bei einer Bewerbermesse kennengelernt. Die Gespräche mit ihnen waren für mich die interessantesten und angenehmsten an diesem Tag. Nachdem ich dann noch bei einem Besuch im Frankfurter Büro mit einigen meiner heutigen Kollegen gesprochen hatte, habe ich das Angebot von Gleiss Lutz angenommen, während des Referendariats dort meine Anwaltsstation zu absolvieren.

Haben sich Ihre Erwartungen während des Referendariats bei Gleiss Lutz erfüllt?
Ja und Nein. Ich war angenehm überrascht, wie locker und entspannt der persönliche Umgang miteinander war. Ich hatte es etwas förmlicher vermutet. Gleichzeitig war die Arbeit in juristischer Hinsicht so interessant und anspruchsvoll wie ich es mir erhofft hatte. Als besonders positiv empfand ich es, dass man mir von Anfang an viel zugetraut hat.

Wie sah Ihre Tätigkeit denn konkret aus?
Da ich im Bereich M&A gearbeitet habe, war ich mit verschiedenen Unternehmenstransaktionen beschäftigt. Ich war von Anfang an in die Mandatsarbeit eingebunden, durfte an Verhandlungen teilnehmen und konnte so den sehr dynamischen Prozess eines Unternehmenskaufs von Anfang bis Ende miterleben. Gleichzeit hatte ich aber auch immer genug Zeit, mich ausführlich mit einzelnen Rechtsfragen zu beschäftigen, die bei einem solchen Deal aufkommen.

Waren Sie nach dem Studium für ihre Anwalts station gut gerüstet?
Mit dem juristischen Handwerkszeug, das man an der Uni lernt, kommt man natürlich schon recht weit. Allerdings begegnet man in der Praxis jeden Tag neuen Sachverhalten. Wichtig ist insoweit immer die Bereitschaft, sich mit unbekannten Rechtsmaterien und neuen Problemen zu beschäftigen, mit denen man bisher nicht vertraut war. Hier hatten meine Ausbilder stets ein offenes Ohr für meine Fragen. Darüber hinaus bietet Gleiss Lutz seinen Referendaren viele Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Neben individuell ausgerichteten Englischkursen gibt es regelmäßig Vortragsveranstaltungen zu verschiedenen Fachthemen. Nicht zuletzt soll auch der persönliche Kontakt zwischen Anwälten und Referendaren aus allen Bereichen der Kanzlei nicht zu kurz kommen. Dafür gibt es dann unsere Referendarabende.

Leidet die Examensvorbereitung nicht darunter?
Das muss nicht sein. Bei Gleiss Lutz war klar, dass es sich um eine Ausbildungsstation handelt und ich mich natürlich auch auf mein Zweites Staatsexamen vorbereiten muss. Außerdem gab und gibt es z.B. bei uns speziell für Referendare eine eigene Veranstaltung zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung. Dort kann man mit Hilfe einer Rhetoriktrainerin den Aktenvortrag trainieren. Das hat auch mir als Referendar viel gebracht.

Sie haben Ihre Wahlstation dann bei Herbert Smith in London verbracht. Wie kam es dazu?
Herbert Smith ist neben Stibbe einer der Allianzpartner von Gleiss Lutz. Gegen Ende meiner Anwaltsstation habe ich meinen Ausbilder ganz direkt nach einer Wahlstation im Londoner Büro gefragt. Er, Gleiss Lutz und natürlich Herbert Smith haben es mir dann ermöglicht. Das war eine tolle Erfahrung. Die Arbeit bei Herbert Smith hat mir viel Spaß gemacht. Und London ist natürlich auch eine großartige Stadt.

Hat sich denn für Sie als Anwalt im Vergleich zur Ihrer Zeit als Referendar viel verändert?
Ich trage jetzt mehr Verantwortung als in meiner Zeit als Referendar, da ich noch mehr Entscheidungen selbst treffe. Und das für diese Entscheidungen nötige Wissen wächst rasend schnell weiter. Das liegt sicherlich auch am Ausbildungsprogramm von Gleiss Lutz. Schließlich ist das Zweite Staatsexamen nicht das Ende des Lernens, sondern der Startschuss – und zwar in ganz anderer Form als in der Bibliothek über Lehrbüchern. Das „Training on the Job“ spielt dabei gewiss eine große Rolle. Darüber hinaus gibt es aber auch das Corporate Training Programm von Gleiss Lutz. Dort bekommt man als Associate von den Partnern der Kanzlei eine systematische und praxisorientierte Einführung in Rechtsgebiete, die in der akademischen Ausbildung leider nur eine untergeordnete Rolle spielen. Und man profi tiert dabei gleichzeitig vom großen Erfahrungsschatz der Partner. Denn das ist schließlich das spannende am Beruf des Anwalts: Man lernt jeden Tag etwas Neues.

Karriereplaner - Ausgabe: SS 2011