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Von Anfang an mittendrin

Carmen Büker über ihre Zeit als Referendarin bei Clifford Chance

Meinen ersten Kontakt mit Clifford Chance hatte ich direkt nach dem Ersten Staats-examen, als ich mich zur Finanzierung meiner Promotion um eine Stelle als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in einer Großkanzlei bewarb. Ich interessierte mich insbesondere für international tätige Großkanzleien, da ich das Arbeitsumfeld und die Tätigkeit in einem mir bis dahin unbekannten Bereich näher kennenlernen wollte. Meine Wahl fiel dabei auf Clifford Chance, da es sich einerseits um eine Kanzlei mit gutem Ruf im In- und Ausland handelt, die Sozietät eine angesehene Gesellschaftsrechtspraxis hat und ich andererseits von der guten Aus- und Weiterbildung im Rahmen der (Referendar-) Academy gehört hatte.

Knapp eine Woche nach dem Vorstellungsgespräch bei Clifford Chance, bei dem ich auch meinen künftigen Mentor sowie das komplette Team kennenlernen durfte, fing ich als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Corporate/M&A an. Nach circa zwei Jahren – als das Ende der Promotion absehbar war – begann ich das Referendariat und arbeitete weiterhin flexibel ein bis zwei Tage bei Clifford Chance. Bereits frühzeitig klärte ich ab, drei bis vier Tage pro Woche in der Anwaltsstation bei Clifford Chance in derselben Abteilung verbringen zu können, um nach drei intensiven Monaten genügend Zeit für die Examensvorbereitung zu haben. Von dieser Zeit bei Clifford Chance versprach ich mir, einen tieferen Einblick in den Arbeitsalltag eines Anwalts in der Großkanzlei zu gewinnen.

Meine Aufgaben während der Zeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Referendarin unterschieden sich kaum. Von Anfang an war ich sowohl in die Mandatsarbeit eingebunden als auch wissenschaftlich tätig. Neben Recherchen durfte ich auch an der Erstellung von Newslettern, Präsentationen, Know-how-Dokumenten und einem Kommentar mitwirken. Mandatsbezogen wirkte ich bei einer Due Diligence mit, entwarf Gesellschafterbeschlüsse, verfasste Memos und bereitete Stimmrechtsmitteilungen vor. Eines der Highlights während meiner Zeit als Referendarin war, dass ich mit einem meiner jetzigen Kollegen mehrere Tage beim Mandanten verbringen durfte und wir zusammen Anlagen und Verträge für eine Transaktion erstellten. Dabei sammelte ich erste Erfahrungen im Transaktionsmanagement und gewann bei dieser Gelegenheit hautnah einen Eindruck, wie Vertragsverhandlungen und eine M&A-Transaktion ablaufen.

Neben diesen Tätigkeiten bot die ReferendarAcademy eine gelungene Abwechslung. Sowohl als Wissenschaftliche Mitarbeiterin als auch als Referendarin konnte ich alle angebotenen Kurse in Frankfurt oder Düsseldorf besuchen. Diese Kurse lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: zum einen Kurse, welche die Kanzlei und die Rechtsbereiche näher darstellen und Business Skills wie beispielsweise Präsentationstechnik und Legal Writing vermitteln. Zum anderen organisiert Clifford Chance Kurse, die gezielt auf das Zweite Staatsexamen vorbereiten. Die Kurse vermitteln an jeweils einem Tag das Basiswissen in allen drei Rechtsgebieten und dienen der Auffrischung von materiellem Recht.

Ein weiterer gelungener Bestandteil der ReferendarAcademy war die Möglichkeit, Assessorklausuren zu schreiben und korrigieren zu lassen.

Neben der Vermittlung fachlichen Wissens kam auch die gesellige Komponente nicht zu kurz: In regelmäßigen Abständen gab es beispielsweise Stammtische. Dabei treffen sich bereichsübergreifend alle Referendare und Wissenschaftlichen Mitarbeiter, um in geselliger Runde bei leckerem Essen und Wein Erfahrungen auszutauschen und sich für weitergehende gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Büros zu verabreden.

Mein Fazit: Der Spagat aus Lernen, interessanten Einblicken und Kennenlernen des Arbeitsalltags in der M&A-Abteilung einer Großkanzlei gelang insbesondere während der Anwaltsstation gut. Gerade die flexible Arbeitsgestaltung führte zu genügend freier Zeit, um sich auf das Zweite Staatsexamen vorzubereiten, ließ jedoch auch einen tiefen Einblick in den Arbeitsalltag eines M&A-Anwalts zu und eröffnete so für mich neue berufliche Perspektiven.

Karriereplaner - Ausgabe: WS 2015/2016