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Zurück in die Zukunft –

auf dem Hoverboard zum Traumjob gleiten

Zugegeben die Headline sagt auf den ersten Blick nicht viel aus, aber das muss sie auch nicht. Wie in vielen anderen Bereichen unseres täglichen Lebens fühlen wir uns angezogen von Dingen, die uns entweder faszinieren und begeistern, weil wir sie nicht verstehen oder von Dingen, die wir sehr gut kennen und mit denen wir bereits gute Erfahrungen sammeln konnten. Der aus den 80er-Jahren stammende Film „Zurück in die Zukunft“ verbindet all diese Kriterien. Uns allen als Komödien-Epos voller Witz, Charme und verblüffenden Wendungen bekannt, sorgt die Trilogie noch heute für viele glückliche Gesichter. Jüngst tauchte in einem bekannten sozialen Netzwerk ein Video von einem Hoverboard auf, das ähnlich wie im Film ohne Seil und doppelten Boden über den Boden zu gleiten scheint. Auch die Meldung, dass Nike den legendären selbstschnürenden Schuh des Protagonisten aus „Zurück in die Zukunft“ tatsächlich produzieren will, scheint den Geist der Trilogie am Leben zu erhalten. Doch worum geht es eigentlich in der Filmreihe und was hat das Ganze mit der Suche nach dem Traumjob zu tun?

Nun, dafür muss nicht weit ausgeholt werden. Marty McFly gespielt von Michael J. Fox und Professor Doc Brown (Christopher Llyod) begeben sich mit Hilfe einer eigens konstruierten Zeitmaschine in die Vergangenheit. Dort angekommen treffen die beiden auf Personen, die ihr späteres Leben von Grund auf verändern sollten. Schnell bemerkt das ungleiche Paar, dass auch nur jede kleinste Handlung Auswirkung auf die Zeitgeschichte und damit auch auf Ihre spätere Zukunft haben wird. Marty macht sich zur Aufgabe seine späteren Eltern auf einer Tanzveranstaltung der örtlichen Highschool zusammenzuführen. Diese Unternehmung entpuppt sich allerdings als schier unlösbare Aufgabe. George, ein schüchterner Außenseiter, scheint absolut keinen Eindruck auf Lorraine zu machen, die sich viel mehr von starken Beschützertypen angezogen fühlt. Also muss sich Marty etwas einfallen lassen um Lorraine von den Qualitäten seines späteren Vaters zu überzeugen. Doch wie das Schicksal es so will, gerät die konstruierte Situation aus den Fugen und alles läuft zunächst anders als erwartet. Für diejenigen, die dieses Stück Filmgeschichte verpasst haben, sei an dieser Stelle soviel verraten: Die Handlung nimmt ein gutes Ende.

Doch was lässt sich zwischen den Zeilen festhalten? „Zurück in die Zukunft“ handelt von der Erkenntnis, dass noch so kleine Entscheidungen unser gesamtes späteres Leben determinieren können. Wir wären nicht, wer wir sind, hätten wir uns nicht entschieden, wofür wir uns entschieden haben. Mit jeder Entscheidung schließen sich Türen und es öffnen sich neue. Nicht selten verspüren wir das Verlangen in die Vergangenheit reisen zu wollen um dieses oder jenes anders zu machen. Jemandem ins Gesicht zu sagen, was wir von ihm halten, eine Entschuldigung anzunehmen, die längst überfällig war oder einem guten Freund in seiner schwersten Zeit beizustehen. Doch selten beeinflusst eine einzige Entscheidung unser gesamtes Leben, wenn da nicht unsere berufliche Karriere wäre. Oft stellen wir uns die Frage: „Was wäre wenn ich mir damals meinen Kindheitswunsch erfüllt hätte und Arzt geworden wäre, anstatt heute als Buchhalter in einem großen Konzern Finanzakten zu verwalten.“ Plötzlich machen wir uns Gedanken über Sinnhaftigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Entfaltung, Autonomie und blicken in ein großes schwarzes Loch.

Doch das war nicht immer so. Während man in der Generation unserer Großeltern noch vielfach von Berufsvererbung sprach, meint der Vater arbeitet als Rechtsanwalt und der Sohn tritt in seine Fußstapfen, vernebelt die überdimensionale Berufs- und Studienlandschaft der heutigen Zeit jungen Menschen die Sicht. Das wohl beste Beispiel dafür, dass grenzenlose Vielfalt nicht unbedingt glücklich macht. Wie heißt es so schön in der Fernsehwerbung eines bekannten Lebensmittelherstellers: „Und wie lösen wir jetzt das Problemchen?“ Die Antwort: „Vielleicht mit einem Becherchen?“ Kaum ausgesprochen, probieren die beiden Hauptdarsteller sofort den genüsslich anmutenden Pudding. Doch das mit dem Probieren entpuppt sich im echten Leben als große Herausforderung. Die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge hat verschulte Lehrbedingungen zur Folge. Arbeitgeber fordern in der Regel einen lückenlosen Lebenslauf, Auslandserfahrung und Zusatzqualifikationen. Zu allem Überfluss müssen sich junge Absolventen in einem globalisierten Arbeitsmarkt gegen konkurrierende Bewerber aus dem Ausland behaupten. Wie soll das alles zu schaffen sein? Indem man schon früh im Leben die richtigen Entscheidungen trifft. Das fängt bereits an mit der Wahl des richtigen Studienfachs, geht weiter mit der Wahl des passenden Berufs und endet nach Möglichkeit mit der Wahl des perfekten Arbeitgebers. Das Ganze ist am Ende ein Win-Win-Situation, denn auch Unternehmen stehen unter stetig steigendem Druck. Die hohe Zahl an orientierungslosen Hochschulabgängern führt zu einer Flut von Bewerbungen, die sich kaum noch voneinander unterscheiden. Wie auch? Gesellschaftliche Entwicklungen wie der anhaltende und viel diskutierte Fachkräftemangel verstärken diesen Effekt. Das Resultat sind unzufriedene, unmotivierte und in vielen Fällen auch gesundheitlich anfällige Mitarbeiter. Hochrechnungen zufolge verlieren deutsche Unternehmen durch Fehlbesetzungen 30 bis 40 Milliarden Euro pro Jahr wie die Studie „Recruiting-Trends 2014“ jüngst veröffentlichte. Um ein Gefühl für diese Summe zu bekommen, muss man sich vergegenwärtigen, dass die Ukraine ca. 35 Milliarden Dollar braucht um eine Staatspleite abzuwenden.

Kehren wir kurz zurück zum Anfang dieses Artikels. Was hat Marty McFly denn nun gemacht um sein Schicksal in die richtigen Bahnen zu lenken? Er und der zerstreute Professor sind zurück an den Ursprung gekehrt. Dort wo alles begann. Und genau das ist oft auch der Schlüssel zum Erfolg wenn es um die eigene Karriereplanung geht. Da wir allerdings (noch) nicht in die Vergangenheit reisen können, lohnt sich ein Besuch des Ortes, indem all unsere Erfahrungen, Instinkte, Erlebnisse und Neigungen miteinander verschmelzen – unsere Persönlichkeit. Im Gegensatz zu erworbenen Fähigkeiten (z. B. Fremdsprachen- oder Programmierkenntnisse) sind unsere personalen und sozialen Kompetenzen sehr viel zeitstabiler. Leider reicht dazu nicht ein kurzer Blick in den Spiegel. Persönlichkeit ist ein komplexes Konstrukt, das durch eigene oder fremde Ansichten stark verzerrt werden kann. matching box schlägt genau in diese Kerbe, setzt die Erfassung von Persönlichkeitsstrukturen in den Vordergrund und verlässt damit den klassischen Weg der Karrierebildung. Das innovative Onlineportal setzt ganz gezielt wissenschaftliche Analyseverfahren ein, die den Talenten nicht nur Ihre Stärken und Kompetenzen aufzeigen, sondern auch Aufschluss geben bei der Wahl des passenden Studienfachs und Berufs. Ziel ist es nicht den bestehenden Rekrutierungsprozess zu ersetzten – die „persönlichkeitsbezogene Personalauswahl“ stellt viel mehr das letztfehlende Puzzleteil im Paarungstanz zwischen Unternehmen und Bewerber dar.

Die kritischen Leser unter Ihnen werden spätestens an dieser Stelle mit Fug und Recht behaupten: „Wissenschaftliches Analyseverfahren? Das bieten doch inzwischen viele an. Worin soll nun der große Vorsprung liegen?“

Ähnlich wie bei der Zeitmaschine in „Zurück in die Zukunft“ ist der leichteste Weg nicht immer auch der Beste. Die Innovation liegt nicht in der Qualität der Messung, sondern viel mehr in der Auswahl des richtigen Messgegenstands. Oder anders ausgedrückt: matching box erfasst nicht, was Bewerber bereits beherrschen, sondern worin ihr größtes Potenzial liegt. Die Mehrzahl aller Jobportale arbeitet mit semantischer Auswertung. Das heißt, der Bewerber gibt sog. keywords ein, die seiner Überzeugung nach am besten zu seiner Suchanfrage passen. Diese könnten sein: Telekommunikation, Business-English, MS-Office, Teamfähigkeit, Berlin etc. Nun sucht das System nach Stellenausschreibungen in der eigenen oder sogar anderen Datenbanken, die möglichst viele dieser keywords beinhalten. Und fertig ist der perfekte Match. Naja nicht unbedingt. Denn dieses seit langer Zeit eingesetzte Verfahren birgt große Gefahren. Der perfekte Match, also die größtmögliche Passgenauigkeit zwischen Stellenausschreibung und Suchanfrage kann nur dann zu Stande kommen, wenn Bewerber und Unternehmen auch genau wissen was oder wen sie eigentlich suchen. Jüngste Umfrageergebnisse lassen den Schluss zu, dass dies auf beiden Seiten nicht der Fall ist. So belegt Deutschland bei der Frage nach der durchschnittlichen Arbeitszufriedenheit im innereuropäischen Vergleich regelmäßig hintere Plätze. Nur die Länder Slowenien, Bulgarien, Ukraine und Russland schneiden noch schlechter ab. Können wir uns heute noch leisten nicht zu wissen, wonach wir eigentlich suchen müssen? Die Antwort ist klar mit nein zu beantworten.

matching box zäumt das Pferd von hinten auf. Vor der Erfassung von „hard skills“ also den erworbenen und weiter ausbaubaren Fähigkeiten setzt matching box die Persönlichkeitsstruktur der Kandidaten mit der Unternehmens-DNA kooperierender Arbeitgeber in Verbindung. Auf zweiter Ebene wird es weniger abstrakt. Das konkrete Kompetenzprofil eines Users wird mit den Anforderungsprofilen eingetragener Unternehmen verglichen. Eine persönliche Note darf am Ende natürlich auch nicht fehlen. Ähnlich wie bei dem Backen von Cupcakes kommt es am Ende auf das Topping an.Die Kandidaten hinterlegen ihre persönliche Visitenkarte, indem sie biografische Daten hinterlegen, sich in einem Online-Interview vorstellen und gegebenenfalls von eigenen Projekten und Vorhaben berichten. All diese Informationen führen zusammengenommen zu differenzierten Bewerber- bzw. Arbeitgeberprofilen und reliablen Matchingergebnissen. Der Anspruch lautet nicht dem Bewerber einen Job sondern seine Leidenschaft zu vermitteln. Wer denkt, dass am Ende nur der Jobsuchende von dieser Methode profitiert, liegt falsch. Denn eben diese Unternehmen erhalten nicht einfach nur leistungsmotivierte neue Mitarbeiter, sondern insbesondere Personal, welches sich durch überdurchschnittliches Committment zum eignen Unternehmen auszeichnet und auf lange Sicht weniger krankheitsbedingte Ausfälle verbucht. Und gerade bei diesem letzten Punkt werden Arbeitgeber hellhörig, da sich dieser Faktor in der Regel nach kürzester Zeit in der Kostenstruktur der betreffenden Unternehmen niederschlägt.

Das an der Goethe-Universität Frankfurt gegründete Startup verfügt seit nunmehr fast 2 Jahren Entwicklungs- und Testingphase über genügend Erfahrung um die großen Job- und Karriereportale anzugreifen. Unterstützt wird matching box durch das Institut für Psychologie in punkto Testentwick-lung und dem Goethe-Unibator, ein Kurator für an der Goethe-Universität operierende Startups, in punkto Produkt- und Unternehmensentwicklung. Und so ist am Ende der Werbespruch des Startups auch keine große Überraschung mehr: „Wir setzten auf Persönlichkeiten statt Überflieger.“

Nach all den Zeitreisen in die Vergangenheit darf am Ende ein Ausblick in die Zukunft nicht fehlen. Wie sieht das Unternehmen von morgen aus? Wie sieht der Mitarbeiter von morgen aus?

Beide Seiten funktionieren selten alleine. Es liegt in der Natur der Sache, dass gerade fortschrittliche Unternehmen auch durch eine fortschrittliche Belegschaft bestechen. Um diese Frage zu beantworten lohnt sich ein Blick auf die Vorreiter-Unternehmen unserer Zeit. Lazlo Bock, Personalchef von Google (USA), beschreibt die Google-Personalpolitik folgendermaßen: „Unsere Kultur beruht auf Transparenz. Jeder darf wissen, woran wir arbeiten, und dabei mitreden, wie das Unternehmen operiert. In einer umgebauten Garage basteln unsere Mitarbeiter in Fleecepullis und Barfußturnschuhen in ihrer Freizeit an eigenen Projekten. Es stehen 3-D-Drucker herum, Hochleistungslaser und Schweißgeräte. In den Toiletten hängen auf Augenhöhe über dem Pissoir Poster mit kleinen Aufgaben für Programmierer. Es gibt hunderte Freizeitkurse, vom Töpfern bis zum Disco-Laser-Tanzen.“ Um eine repräsentative Auswahl dieser Freizeitangebote herzustellen werden bei Google schon seit geraumer Zeit psychografische Profile der Mitarbeiter erstellt, die die Werte, Interessen und Lifestyles der Mitarbeiter erfassen und das ganze Unternehmen konsequent danach ausrichten. Es reicht also nicht die eigene Unternehmenskultur von einer Strategieabteilung vordefinieren zu lassen. Sie muss gelebt werden und zwar vom Aufsichtsratschef bis zum Praktikanten. Nur so haben Unternehmen von morgen die Chance nicht im „war for talents“ sang- und klanglos unterzugehen.

Eine Frage gilt es noch zu beantworten. Müssen wir ähnlich wie Marty Mcfly in „Zurück in die Zukunft“ eine Reise in unsere Vergangenheit wagen und jede unserer Entscheidungen überdenken um an unser Ziel zu gelangen? Nein das müssen wir nicht. Viel wichtiger ist es all unseren Handlungen und Entscheidungen unseren eigenen Stempel aufzudrücken, uns selbst als starke Marke wahrzunehmen und nach außen zu repräsentieren. Unsere Persönlichkeit ist dabei unser Fingerabdruck. Einzigartig und unverfälschbar.

matching box gibt Studenten, Absolventen und Bewerbern die Gelegenheit all das live und in Farbe auszuprobieren und mehr über sich und die eigene Persönlichkeit zu erfahren. Am 14.04.2014 startet die Beta-Phase des Karrierenetzwerks. Das Onlineportal trumpft auf mit frischem Design, einem überarbeitetem Testverfahren, neuen Gadgets und dem Matching zu attraktiven Unternehmen. Und das Beste ist, matching box ist und bleibt für Bewerber kostenlos.

Jede Persönlichkeit hinterlässt EINDRUCK. matching box ist dein Karrieresprungbrett. Nähere Informationen unter: www.matchingbox.de / www.facebook.de/matchingbox Der Autor: Benjamin Pieck (Gründer matching box)

Karriereplaner - Ausgabe: SS 2014