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Interview mit dem Comiczeichner JAMIRI

Hinter dem Pseudonym JAMIRI steckt Jan Michael Richter. Der 1965 Geborene, hat ein Jahr an der Ruhr-Universität Bochum Germanistik, Philosophie und Literaturkomparatistik sowie von 1986-1996 an der Universität GHS Essen Kommunikationsdesign studiert. Der Comicautor und –zeichner wendet in seinen Illustrationen den realistischen Comicstil (Outline) oder Fotorealismus an.

Der ehemalige Walldorfschüler und heutige Freiberufler ist durch seine Zeichnungen in der Zeitschrift unicum bekannt. Zu seinen weiteren Kunden zählen unter anderem Spiegel Online, Online Today, AOL Magazin, GEO, MDMV (Mitteilungen der deutschen Mathematiker-Vereinigung), taz, Hamburger Morgenpost, Berliner Zeitung, Häuptling Eigener Herd, Magic Attack, Marabo, 030, Digital Arts (Mailand), Airbrush Art+Action, Designers Digest oder MAC Profiler. In regelmäßigen Abständen erscheinen seine Comics als Album. Die Erzählungen sind voller Ironie, bestückt mit alltäglichen Erlebnissen und einer einzigartigen Weltsicht des Jan Michael Richters.

Die Antworten werfen teilweise immer mal wieder neue Fragen auf – doch so ist das nun mal mit JAMIRI, alles wird nicht preisgegeben und geheimnisvoll verschwiegen. Wer nach dem Interview mehr über ihn erfahren möchte, kann auf www.jamiri.com unter Vita nachschauen.

Fragen zum Interview mit Jan Michael Richter (JAMIRI)
Was hast du studiert?
Kommunikationsdesign an der damaligen Universität GHS Essen.

Wie lange hast du studiert?
20 Fachsemester

Warst du ein Musterstudent?
Nach heutigen Maßstäben wohl eher ein Bummelstudent.

Haben Deine Dozenten Dein Talent erkannt?
Sonst wäre ich zu diesem Studiengang gar nicht zugelassen worden.

Seit wann zeichnest du Comics?
Das fing wirklich früh an, mit infantilem Gekrakel.

Wolltest du schon von klein auf Comiczeichner werden?
Nein. Ich wollte eigentlich nie Comiczeichner werden.

Wer hat deinen ersten Comic gelesen und was war es für eins (Oma, Eltern)?
Ja, vermutlich Eltern und Oma ;-) Und es handelte sich, wie schon gesagt, um infantilen
Gekrakel.

Wo erschien dein erster Comic?
Im Kulturmagazin „bospect“, 1988.

Wie ging es dann mit deinem beruflichen Werdegang weiter?
Meine Comics waren wohl irgendwie cool. Deshalb riefen andere Zeitschriften an.

Seit wann zeichnest du für unicum?
Seit Mai 1993.

Kannst du gut davon Leben?
„Gut“ ist sicher was anderes, aber ich kann okay davon leben.

Schreibst du noch für weitere Medien?
Ja, Spiegel online und viele andere, teils regelmäßig teils nur ab und zu.

Themen deiner Comics?
Das Zeitgeschehen, das Leben, meine Weltsicht. Hast du so was wie eine tägliche Arbeitszeit? Das ist eher flexibel. Einer der Vorteile eines Freiberuflers.

Wie lange brauchst du für ein Panel?
Sagen wir einfach, für eine Seite etwa 20 Stunden.

Dein Tipp für die Studierenden, wie sie ihren Traumjob erreichen können oder finden?!
Das ist schwierig. Mein Werdegang war ja sehr geprägt von schieren Zufällen. Und auch das Mantra „Qualität setzt sich eh durch“ ist in der Realität nicht viel wert. Vielleicht ist einfach starke Ambition schon die halbe Miete. So wie ich eigentlich lieber Romane schreiben wollte ... nun hab ich’s immerhin als Witzbildchenheini geschafft!

Karriereplaner - Ausgabe: WS 2013/2014