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Es ist enorm wichtig, dass man mit seinen Kollegen gut klarkommt

Nadja Gawlik, Consultant, Steuerung, Bachelor of Science, BWL, Universität Mannheim; Master of Science, Finance, Universität Mannheim

Mein Weg zu zeb/
Die Beratungslandschaft ist sehr breit, deshalb habe ich für meine Entscheidung, bei zeb/ zu arbeiten, ein wenig Zeit gebraucht. Der erste Punkt, weshalb zeb/ in meine engere Auswahl kam, ist der Spezialisierung auf den Finanzdienstleistungssektor. Ich habe in meinem Master Finance studiert und auch während meiner Studienzeit ausschließlich Erfahrungen im Banken- und Finanzbereich gesammelt. Deshalb war es für mich wichtig, mein Wissen in diesem Bereich in meinem zukünftigen Job anwenden zu können. Viele der großen und bekannten Beratungen haben ein sehr breites Spektrum an Kunden und oftmals hat man – vor allem als junger Berater – nicht unbedingt die Entscheidungsgewalt, in welchem Bereich man eingesetzt wird. Somit rückte zeb/ weiter in den Fokus.

Daraufhin habe ich ein Praktikum bei zeb/ gemacht, was meine Entscheidung schließlich maßgeblich beeinflusst hat. Bereits zuvor hatte ich von einem besonderen „Spirit“ gehört, den es bei zeb/ geben soll, aber fast jedes Unternehmen versucht sich ja mit guten Arbeitsbedingungen und kollegialem Verhalten zu rühmen. Als ich dann aber selbst dort war, wurde mir bewusst, was damit gemeint war. Vom ersten Tag an habe ich mich super mit allen Kollegen verstanden, ich wurde sehr herzlich aufgenommen und in keinster Weise konnte ich ein Konkurrenzverhalten zwischen den Kollegen entdecken. Das wiederum liegt mitunter daran, dass es bei zeb/ nicht das klassische „Up or Out“-Prinzip gibt. Vielmehr versucht das Unternehmen, jeden Mitarbeiter nach seinen Interessen zu fördern. Ein weiterer wichtiger Punkt, der meine Wahl für zeb/ beeinflusst hat, ist die gute Work-Life- Balance, die hier herrscht. Im Gegensatz zu den großen Strategieberatungen sind die Arbeitszeiten sehr human – manchmal muss man projektbedingt natürlich auch länger arbeiten, aber das ist absehbar und nur die Ausnahme.

Mein Aufgabengebiet
Ich wurde als Consultant im Bereich Steuerung / Risk eingestellt. Mein Bereich beschäftigt sich mit jeglicher Art der Risiken im Finanzbereich, d. h. Marktpreisrisiko, Zinsrisiko, operationelle Risiken etc. Unsere Aufgabe besteht darin, aktuell relevante Themen in diesem Bereich zu identifizieren und diese in konkrete Projektempfehlungen für den Finanzsektor zu überführen. Der erste Teil meiner Tätigkeit als Beraterin umfasst demnach die Themenentwicklung und -aufbereitung. Der zweite – und wesentlich größere – Bereich beinhaltet die Beratungstätigkeit selbst, konkret also die Entsendung zum Kunden. Hier wird zum einen strategisch gearbeitet, Handlungsempfehlungen werden entwickelt – z. B. wie eine Bank ihre Einzelrisiken minimieren kann. Zum anderen agieren wir als Umsetzungsberatung, setzen etwa konkrete Anforderungen der Bankenaufsicht zur Offenlegung etc. um. Im Allgemeinen sind wir montags bis donnerstags beim Kunden auf dem Projekt vor Ort und freitags im zeb/-Office an unserem jeweiligen Standort, wo wir uns mit Themenentwicklung und Organisatorischem beschäftigen.

Mein Gesamteindruck
Meine Zeit bei zeb/ ist bisher sehr gut verlaufen. Ich war mittlerweile auf drei verschiedenen Projekten, das aktuelle ist momentan in Wien. Ich mag die Abwechslung sehr gerne, die mir der Berateralltag bietet – wechselnde Kollegen, wechselnde Kunden, wechselnde Städte. Man muss sich natürlich überlegen, ob das ständige Reisen und die vier Tage bzw. drei Nächte im Hotel das sind, was man sich auf Dauer vorstellen kann. Das Schöne am Beraterleben generell ist, dass kein Projekt wie das andere und auch keine Woche wie die andere ist. Langweilig wird einem hier glaube ich nie. Man hat eine sehr steile Lernkurve, bekommt sehr schnell Verantwortung und hat jeden Tag aufs Neue die Chance sich zu beweisen. Das Spannendste, was ich bisher erlebt war, war ein Workshop, den ich direkt in meinem zweiten Monat vorbereiten und halten durfte. Natürlich hatte ich auch erfahrene Unterstützung, aber im Großen und Ganzen war es meine Aufgabe. Ich war natürlich aufgeregt, aber auch sehr positiv überrascht über das Vertrauen, das mir von meinem Projektleiter entgegengebracht wurde.

Ich habe in der Zeit auf der einen Seite natürlich fachlich sehr viel gelernt, da man themenmäßig direkt ins kalte Wasser geworfen wird. Das wichtigste Asset, das man als Berater haben sollte, ist die Fähigkeit, sich schnell in neue Sachverhalte inzuarbeiten, da die Themen doch oft sehr speziell sind und spezifisches Fachwissen gefordert ist. Auf der anderen Seite gibt es den persönlichen Aspekt. Man sollte sich bewusst sein, dass man während der meisten Projekte direkt beim Kunden sitzt. Hier benötigt man dann, was gerne „emotionale Intelligenz“ genannt wird: mit den wechselnden Kunden richtig umzugehen, zu wissen, wie man ihnen relevante Informationen entlockt und den Arbeitsalltag auf angenehme Weise gestaltet. Studierenden, die ebenfalls Beratung als Berufswunsch haben, rate ich, sich erst einmal für eine Fachrichtung zu entscheiden. Wenn man dann die für einen selbst interessanten Beratungen herausgesucht hat, würde ich jedem empfehlen, Erfahrungsberichte zu lesen und wenn möglich Praktika zu machen. Es ist enorm wichtig bei der Wahl des späteren Arbeitsgebers, ob man mit seinen Kollegen gut klarkommt. Für mich war das schließlich auch der Hauptgrund, bei zeb/ einzusteigen.

Karriereplaner - Ausgabe: WS 2013/2014