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Decke auf wer du bist

Warum die Kenntnis über die eigene Persönlichkeit entscheidend bei der richtigen Berufsauswahl ist

Schon mal einen Flowzustand bei der Arbeit erlebt? Sie fragen sich jetzt sicherlich, was ein Flowzustand ist? Flow ist ein tranceartiger Zustand, bei dem man völlig in seiner Tätigkeit aufgeht. Die Zeit verfliegt, alles geht leicht von der Hand. Viele kennen dieses Gefühl, wenn sie ihrem Lieblingshobby oder ihrer Lieblingssportart nachgehen. Die wenigsten erleben diesen Zustand bei der Arbeit. Vielleicht ist Ihnen der Begriff in Verbindung mit Musik oder Kunst schon einmal begegnet. Und die Verknüpfung ist auch gar nicht so falsch. Bekannte Größen der Musikgeschichte berichten fast ausnahmslos von Flowerlebnissen beim Musizieren oder Komponieren. Längst wurde der Begriff aus dem ursprünglichen Sprachgebrauch entnommen und in einen umgangssprachlichen Kontext überführt. Doch wie so oft bleibt die eigentliche Bedeutung und Tragweite für unser alltägliches Handeln im Verborgenen. Was macht diesen Zustand auch für andere Lebensbereiche so interessant und wieso erlebt der Begriff momentan eine zweite Renaissance? Wissenschaftliche Forschungsergebnisse unterstreichen, was vielen längst klar war. Wer bei seiner Arbeit einen Flowzustand erreicht, ist überdurchschnittlich leistungsfähig und produktiv. Selbst unangenehme Aufgaben gelingen plötzlich ohne großen Aufwand. Der gewohnte Blick auf die Uhr scheint überflüssig. Man ist bereit die sogenannte „Extrameile“ zu gehen. Also nicht mehr nur das Nötigste zu tun, sondern durchaus auch zusätzliche Leistungen zu erbringen um die gesetzten Ziele zu erreichen. Stellt sich nun natürlich die Frage, wie man diesen Flow für sich entdeckt.

Grundsätzlich ist Flow mit einer starken intrinsischen Motivation verbunden. Diese scheinbar nie enden wollende Motivation findet ihren Ursprung im Inneren eines Jeden. Faktoren wie monetäre Anreize, Aufstiegsmöglichkeiten oder lockende Auslandsaufenthalte fördern ohne Frage die kurzfristige Motivation, wirken aber in den seltensten Fällen nachhaltig. Im Gegensatz dazu scheint sich der intrinsisch Motivierte selbst anzutreiben. Im Hinblick auf seine Arbeit stehen seine Selbstentfaltungsmöglichkeiten und das Gefühl für die eigenen Taten Beachtung zu finden im Vordergrund. Oft geht intrinsische Motivation aber auch mit einem starken sozialen Persönlichkeitszug einher. Arbeitnehmer im sozialen Sektor wie der Altenpflege oder der Sozialarbeit sind oft unterdurchschnittlich bezahlt und arbeiten unter schwierigen Bedingungen. Dennoch geben sie bei Umfragen an, ihre Kraft für die täglichen Herausforderungen über den Umgang mit Hilfs- oder Pflegebedürftigen zu beziehen. Wer nachhaltig motiviert sein will, muss für seinen Beruf brennen. Der Job muss Spaß machen. Ein Blick auf die allgemeine Arbeitszufriedenheit deutscher Arbeitnehmer im europäischen Vergleich verrät näheres. Eine Studie der Universität Duisburg-Essen bat 11.000 Haushalte ihren momentanen Beruf auf einer 11-stufigen Skala zu bewerten. Der Durchschnittswert sank von 7,8 (1984) auf 6,8 (2010). Deutschland liegt mit diesem Wert im europäischen Vergleich weit abgeschlagen auf einem hinteren Rang. Das Erschreckende: Selbst Berufseinsteiger sind von diesem Negativtrend betroffen. Der in Deutschland verhältnismäßig hohe Gehaltsspiegel alleine führt demnach nicht zu hoher Arbeitszufriedenheit. Eine fundamentale Rolle in diesem Zusammenhang spielt die Frage, ob man tatsächlich den für sich passenden Beruf ausübt.

Der klassische Schulabgänger wird nach seiner schulischen Laufbahn ins kalte Wasser geworfen. Während die Wehr- und Zivildienstzeit vor einigen Jahren noch gut dazu diente sich mit verschiedenen Studienalternativen auseinanderzusetzen, wird heutzutage von jungen Menschen erwartet nach dem errungenen Schulabschluss sofort bestimmen zu können, welcher Studiengang denn nun begonnen werden soll. Fakt ist, dass sich der Arbeitsmarkt in den letzten 50 Jahren drastisch verändert hat. Er ist unüberschaubar geworden. Längst überschwemmt ein Meer von neumodischen und spezialisierten Studiengängen die Hochschullandschaft. Der Umstieg auf die Bachelor- und Masterstudiengänge hat diesen Effekt sicherlich noch unterstützt. Größere Lücken im Lebenslauf, die der Suche nach der eigenen Identität dienen, werden in vielen HR-Abteilungen nicht gerne gesehen. Doch wer denkt, dass nach erfolgreicher Suche des richtigen Studiengangs, die Orientierungslosigkeit endlich ein Ende nimmt, der irrt. Das Problem spitzt sich meist dann erst richtig zu. Die fast genauso wichtige Grundsatzfrage: „Was mache ich denn nun beruflich nach meinem Studium?“ schließt sich an. Zur Auswahl stehen nicht nur verschiedenste berufliche Konstellationen, sondern auch eine Vielzahl von Unternehmen, die regelrecht um junge qualifizierte Berufseinsteiger buhlen. Was müsste also passieren um orientierungslosen Schülern und Studenten eine gezielte Karriereplanung anzubieten?

An der Goethe-Universität Frankfurt a.M. macht sich ein vier-köpfiges Team schon länger Gedanken zu diesem Thema und designten matching box. Dabei handelt es sich um ein intelligentes Onlineportal für junge Menschen, die auf der Suche nach dem richtigen Studiengang oder dem richtigen Beruf sind. Dabei geht das Gründerteam einen innovativen Weg und arbeitet bei der Selektion, der zum User passenden Weiterbildungsoder Berufsmöglichkeiten, ausschließlich mit Persönlichkeitsvariablen. Ein Trend, der sich auch bei immer mehr namenhaften Unternehmen in der Personalrekrutierung abzeichnet. Schulische oder studienspezifische Ergebnisse sowie berufliche Referenzen ebnen oft den Weg, entscheiden aber selten über den Erfolg im Beruf. Dafür sind weitestgehend andere Fähigkeiten von Bedeutung, die so oft zitierten Soft Skills oder sozialen Kompetenzen. Aber die wenigsten wissen wirklich, was sich dahinter verbirgt. Das folgende Beispiel schildert wie kein anderes die Bedeutung von Soft Skills bei der Arbeit: Drei Dortmunder Wirtschaftsstudenten schafften das, was vor Ihnen noch kein anderer Student schaffte. Sie absolvierten in einer Rekordzeit von zwei Semestern ihren Bachelor, der auf sieben Semester ausgelegt ist und wiederholten diese Meisterleistung, indem sie für einen auf vier Semester ausgelegten Master-Studiengang lediglich zwei Semester benötigten. Das Erstaunliche war, dass die drei Studenten zur gleichen Zeit noch eine berufliche Ausbildung in der Hälfte der üblichen Ausbildungszeit vollendeten. Die befreundeten Studenten galten weder als hochintelligent noch zeichneten sie sich über ihre schulische und universitäre Laufbahn durch überdurchschnittliche Zensuren aus. Was sie verband war viel mehr der gemeinsame Wille auf Basis ihrer unterschiedlichen Persönlichkeitsstärken ihr Studium in verkürzter Zeit erfolgreich zu beenden. Diese Form von kooperativem Lernen funktioniert nur bei möglichst heterogenen Gruppen von drei bis fünf Mitgliedern. Während sich einer der drei durch seine ausdauernde Lerneinstellung auszeichnete, lag dem anderen die Prozessoptimierung. Der Dritte im Bunde machte durch unkonventionelle Ansätze auf sich aufmerksam. Der zielgerichtete Einsatz von unterschiedlichen Soft Skills prägt nicht nur die Gruppendynamik sondern führt zu einer Arbeitskreativität auf hohem Niveau. Doch für diesen Zweck müssen die eigenen Stärken und Talente erst einmal erkannt werden um sie dann sukzessive auszubauen. Der Markt an Self-Assessmentanbietern für diese Zielgruppe in Deutschland ist überschaubar und selten gewinnbringend. Oft wird lediglich über inhaltliche Aspekte des Studiums oder des Berufs informiert, welche Voraussetzungen dafür notwendig sind und welche Anwendungsbereiche sich auftun. Dabei handelt es sich ohne Zweifel um wertvolle Informationen. Diese helfen dem Schüler/Studenten aber kaum weiter, wenn es darum geht nicht nur seinen zukünftigen Beruf sondern seine Berufung zu finden. Das matching box-Team, welches eng mit dem Institut für Psychologie an der Goethe-Universität zusammenarbeitet, entwickelte eigens zu diesem Zweck ein modernes Matchingverfahren. Im Kern durchläuft der User zwei Teilbereiche, einen wissenschaftlichen Persönlichkeitstest und eine Berufstypanalyse. Durch den Persönlichkeitstest erfährt der Student, welche Stärken er besitzt, welche sozialen Kompetenzen ihn auszeichnen und aus welchen bislang unentdeckten Potenzialen er noch schöpfen kann. Dies gibt dem User einen ersten Aufschluss über sein Persönlichkeitsmuster. Doch um nun passende Studien- und Berufsempfehlungen ausgeben zu können, ist einiges mehr nötig. Das matchingbox-Team fand bei der Entwicklung des Tools heraus, dass nicht nur der Persönlichkeitstyp für die individuelle Karriereplanung von Bedeutung ist, sondern auch wie sehr sich der User mit bestimmten Fachbereichen oder Berufsbildern identifizieren kann. Aus diesem Grund schließt sich die Berufstypanalyse an. Interessensgebiete werden hier mit dem individuellen Persönlichkeitstyp des Users verschmolzen. Diese aufwendige Kombinatorik spiegelt das eigentliche Matchingverfahren wider. Doch welche Informationen erhält der User denn nun, nachdem er sich erfolgreich registriert und die Testfragen auf der Matchingbox-Website beantwortet hat? Der User erhält ein auf ihn zugeschnittenes Profilergebnis, dass er jederzeit wieder abrufen und ergänzen kann. Auf einen Blick erfährt er mehr über seine/n:
1. Persönlichkeitstyp
2. Studienempfehlungen
3. Berufsempfehlungen
Darüber hinaus hat der User die Möglichkeit sich gezielt über Studienstandorte, Hochschularten und Berufsbeschreibungen zu informieren. Selbst der Einstieg in den passenden Beruf ist über matching box möglich. Hierzu bietet das Online-Portal Studenten und Berufseinsteigern die Möglichkeit Unternehmen zu kontaktieren, die nicht nur auf der Suche nach Personal sind, sondern sich zum Ziel setzen Nachwuchsförderung durch die Weiterentwicklung von Persönlichkeitsstärken und sozialen Kompetenzen zu betreiben. matching box unterstützt auf Basis von wissenschaftlichen Testverfahren Unternehmen nicht nur bei der Selektion von qualifizierten Berufseinsteigern, sondern sorgt für einen transparenten Personalvermittlungsprozess, der den kritischen Faktor „time to hire“ auf ein Minimum zurückschraubt. Besondere Bedeutung erfährt bei dem Verfahren das große soziale Netzwerk Facebook. matching box verfügt über eine eigene Anwendungsoberfläche auf Facebook und holt Schüler und Studenten dort ab, wo sie sich befinden - im Social Web. Das sich in Deutschland noch in den Kinderschuhen befindliche E-Recruiting, also die Personalvermittlung über Social-Media- Kanäle sorgt nicht nur für eine erleichterte Erreichbarkeit sondern auch für ungeahnte Reichweiten bei der Suche nach geeigneten Bewerbern. Wie der Personaldienstleister Kelly-Services durch eine Umfrage herausfand, fahndet jeder Vierte auf Social-Media-Seiten nach freien Stellen. Dazu kommt, dass etwa ein Drittel der hundert größten europäischen Unternehmen einen Webauftritt auf Facebook besitzt. matching box schlägt genau in diese Kerbe und versteht sich als Verbindungsstück dieser beiden Welten. Wie steht es nun um den anfangs erwähnten Flowzustand? Wie lässt sich dieser für die eigenen Bedürfnisse aktivieren?

Das Erreichen des Flowzustands im beruflichen Kontext hängt ohne Zweifel entscheidend davon ab, ob wir den Job ergreifen, der zu unserer Persönlichkeit passt. Das Credo lautet: Mache deinen Beruf zur Berufung. Dafür müssen eigene Talente und Kompetenzen nicht nur erkannt sondern vor allem weiterentwickelt werden. Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg bietet „matching box academy“. Dabei handelt es sich um eine eigens für Studierende und Absolventen eingerichtete Coachingplattform mit dem Schwerpunkt: Persönlichkeitsentwicklung. matching box academy setzt sich zum Ziel jungen Menschen auf Basis ihrer individuellen Persönlichkeitsmuster konkrete Ansätze zur Entwicklung des eigenen Soft Skill-Set aufzuzeigen. Es werden konkrete Handlungsempfehlungen zur Ausgestaltung der beruflichen Karriere besprochen und in praktischen Übungen vertieft.
Termine zu den nächsten Veranstaltungen
erhalten Sie auf unserer Website.

Welches Talent steckt in Ihnen?
Finden Sie es heraus.
Besuchen Sie: www.matchingbox.de
und lassen Sie Ihre Persönlichkeit für sich sprechen.

Karriereplaner - Ausgabe: SS 2012